post One City, One Girl: Berlin

Die Berliner Fotografin Lisa Wassmann hat die aufstrebende schwedische Schauspielerin und Musikerin Agnes Lindström in einer verträumten „One City, One Girl“-Ausgabe in Szene gesetzt. Während Sie uns ihre Lieblingsorte der Stadt zeigt, lichtet Sie Agnes, die unsere vielseitigen Denim-Looks der Saison trägt, im Licht der kreativen Hauptstadt ab.

Lisa Wassmann

Die Fotografin

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Ich liebe es zu malen seit ich in der Krabbelgruppe war und während meiner Zeit an der Uni habe ich digitale Fotografie für mich entdeckt und wurde regelrecht süchtig danach. Sie gibt mir die Möglichkeit, meine beiden Leidenschaften miteinander zu verbinden.

Sie sind in Berlin aufgewachsen und leben hier, hat das Ihre Arbeit beeinflusst?

Ich bin im Westen von Berlin aufgewachsen, hier war die amerikanische Kultur sehr präsent und ich fühlte mich von ihren Filmen und der Musik angezogen. Meine Eltern arbeiteten beide am Theater des Westens, mein Vater als Toningenieur und meine Mutter als Balletttänzerin. Praktisch gesehen habe ich meine gesamte Kindheit dort verbracht und mit Sicherheit hatte diese Erfahrung Einfluss auf meine Fotografien.

Warum haben Sie diese Orte für diese Story ausgewählt?

Die gesamte Story wurde im Westen Berlins fotografiert. Die U-Bahn Station ist mein Lieblingsort. Als Teenager nahm ich hier die Bahn, um zur Schule oder am Wochenende zu Partys zu fahren. Ich habe auch eine absurde Liebe für Garagen und große Parkplätze, das Gleisdreieck ist etwas ganz besonderes, hier oben trainierte ich Rad fahren.

An was für Projekten arbeiten Sie in diesem Jahr?

In diesem Jahr widme ich mich Musikvideos, eingeschlossen einem Film über meine Lieblingsband GusGus, dann habe ich eine Menge Fotoprojekte und ich bin dabei ein Buch vorzubereiten.

Was inspiriert Ihre Arbeit?

Spaziergänge in der Natur, Musik, Flohmärkte und seltsame „homemade“ YouTube-Videos.

Wie und wann haben Sie Agnes kennengelernt?

Ich war dabei, Fotos hier in Berlin für einen Club in Mitte zu machen, und sie war da… Sie ist eine so schöne Person, aufgeschlossen, lustig und wir haben immer eine schöne Zeit zusammen. Es fühlt sich einfach nicht wie Arbeit an und das ist immer das Beste für einen Fotografen.

Wir haben gehört, Ihre Mutter ist eine Zauberkünstlerin. Wie war es so aufzuwachsen?

Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, liebten es meine Freunde, als wir noch jünger waren, bei uns zu Hause zu sein. Meine Mutter ist ein großartiges Beispiel für mich, sie hat mir beigebracht, dass man immer hart arbeiten muss und niemals aufgeben darf, damit das, was man erreichen möchte, auch passiert.

Agnes Lindstrom

Sängerin und Schauspielerin

Wann haben Sie begonnen zu schaupielern und wie sind sie dazu gekommen?

Als ich mit der Schauspielerei anfing, sah ich es als eine Art von Selbsttherapie. Ich habe richtig versucht mich aus meinem Wohlfühlbereich fortzubewegen und etwas Neues zu wagen. Ich war als Kind sehr schüchtern und hatte keinerlei Erfahrung in der Schauspielkunst (außer als ich einmal den Geier vom Dschungelbuch im Kindergarten gespielt habe), als ich mich an der Schauspielschule bewarb. Ich habe mich mit vielen Übungen, die ich im Internet gefunden hatte, vorbereitet. Ich war sehr ehrgeizig, aber auch sehr nervös, da ich eigentlich keine Ahnung hatte und ich mich nicht blamieren wollte. Aber zum Schluss hat’s gereicht und ich wurde angenommen!

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Wie lange haben Sie in Berlin gelebt und was hat Sie angezogen?

Nachdem ich die Schauspielschule abgeschlossen hatte, ging ich 2008 nach Berlin. Bei einem Trip mit meinen Freundinnen habe ich mich in die Stadt verliebt und entschieden, so schnell wie möglich umzuziehen… Überall war was los und ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich immer und überall überrascht und unterhalten werden würde.

Verraten Sie uns einen geheimen Ort in Berlin? 


Ich liebe den Spreewald Park, es ist ein alter, nicht mehr betriebener Vergnügungspark mit Achterbahnen und Karussells.

Seit wann singen Sie? 


Mehr oder weniger mein ganzes Leben lang. Ich liebte es, zu meiner Whitney Houston CD während der Schulferien zu singen – meine Familie musste während unserer Road Trips zwangsweise zuhören. Als ich älter wurde, begann ich Instrumente zu spielen und wurde Mitglied einer psychedelischen Folk-Rock-Band aus Neukölln, bevor ich anfing, zu Jack Tennis Disco-Tracks zu singen. Wir haben uns einfach gefunden… Und so gründeten wir HOTLANE.

Wie war es, mit Lisa gemeinsam an dem Projekt zu arbeiten?

Es war einmalig und wir haben immer so viel zu lachen. Sie ist einfach fantastisch, sowohl als Fotografin als auch als Person. Lisa hat das perfekte Auge, um das ideale Umfeld zum Fotografieren zu entdecken und weiß ganz genau, wann sie das perfekte Bild hat.

Welches ist ihr Lieblingsstück dieser Story und warum?

Mein Lieblingsstück ist der pinke Pullover mit Fur Free Fur an Armen und Schultern. Es lässt mich irgendwie cool wirken und so stark wie ein Charakter aus Game of Thrones… nur schicker und weniger mittelalterlich.

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